Konfuzius-Institut Bremen


2014 年夏令营 Sommercamp 2014
Die Teilnehmer des Summercamps 2014

Tagebuch einer Teilnehmerin

Nina Niedballa (妮娜), Studentin der Hochschule Bremen berichtet über ihre Erfahrungen beim Sommer Camp 2014.

Tag 1: Ankunft in Peking

Gestern erst sind wir angekommen, aber wir haben das Gefühl, schon lange hier zu sein. Die vielen Eindrücke und der wenige Schlaf plus Zeitverschiebung haben unser Zeitempfinden total verwirrt.

Tag 2: Chinesische Kunst

Ich gucke chinesisches Fernsehen. Es ist anstrengend zuzusehen; mit unserem Fernseher stimmt etwas nicht. Trotz rauschendem Bild starre ich gebannt auf den alten Hisense-Röhrenfernseher, in dem ich gerade mein neues Lieblingsgetränk über den Bildschirm schweben sehe. Ich liebe chinesischen Eistee! Habe davon mittlerweile einen ganzen Vorrat im Schrank.

Tag 4: Ein Streifzug durch die Hutongs

Meine Zimmerpartnerin ist genervt. Sie hat Kopfschmerzen und versucht zu schlafen, aber ich bin noch wach und rödel rum, um das hier aufzuschreiben. Wir sind derzeit alle gesundheitlich etwas angeschlagen, deshalb mochte ich gestern auch nichts berichten. Nachdem ich gestern Abend die chinesische Kopfschmerztablette genommen hatte, - von der ich nicht einmal weiß, ob es eine chinesische Kopfschmerztablette war -, mochte ich kaum noch sitzen, geschweige denn aufstehen, um mein Buch zu holen. Gestern ist aber auch nicht viel passiert. Wir sind wieder mit unserem süßen kleinen Reisebus durch Peking gefahren und haben uns im Capital Museum mit Chinas Geschichte vertraut gemacht. Das war sehr interessant. Mindestens genauso interessant waren aber die kleinen Shops mit Schmuck auf jeder Etage. Natürlich konnte ich nicht widerstehen.

Tag 5: Mit dem Nachtzug nach Shanxi

Nicht mein Tag. Nach dem Chinese-Handicraft-Kurs, in dem wir einen dieser typischen Anhänger gemacht haben, die man überall in China findet - ich brauche ewig, bin am Ende aber sehr stolz auf mein Werk - fällt mir meine Zimmerkarte in die Toilette. Selbst der sprichwörtliche Griff ins Klo kann sie nicht retten. Ich löse einen Automatismus aus und die Karte ist weg. Weggespült.

Tag 6: Shanxi

Mit dem Bus geht es weiter. Erstmal frühstücken. Kriege so früh kaum was runter, aber das Obst ist toll.

Tag 8: Wieder in Peking

Mit dem Bus geht es weiter. Erstmal frühstücken. Kriege so früh kaum was runter, aber das Obst ist toll.

Tag 9: Zu Besuch im Sommerpalast

Ich sehe gerade fern. Im chinesischen Fernsehen laufen viele Serien mit Männern in Uniform. Gefällt mir.

Tag 10: Im Diabolomuseum

Heute gibt es beim Mittagessen Sesam-“Kekse“, die nach Weihnachten schmecken. Ich traue meinen Geschmacksnerven kaum. Erst will ich aber etwas Vernünftiges essen. Als ich mir zum Nachtisch die Weihnachtskekse holen möchte, sind bis auf zwei kleine übriggebliebene alle weg. So ein Mist! Die beiden Zurückgelassenen machen nur noch mehr Lust auf mehr. Ich wüsste zu gern, was das war.

Tag 11: Der Aufstieg zur chinesischen Mauer und warum es sich gelohnt hat

Heute bin ich ein Fisch auf dem Trockenen. Als würde mir mein Wasser wieder entzogen werden. Morgen ist mein letzter Tag hier. Ich trage zum ersten Mal mein I-♥-Beijing-T-Shirt und vermisse diese Stadt, obwohl ich noch mitten in ihr bin. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, noch ein Jahr warten zu müssen, bis ich diesen wunderbaren Ort wiedersehe.


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