Konfuzius-Institut Bremen


活动信息 Veranstaltungsinformation
Der Oberlauf des Jangtse kurz hinter der Tigersprung-Schlucht (CC) Peter Morgan from Beijing, China
Mittwoch, 8. November 2017 19:00
CHINA AM MITTWOCH: Landschaftsansichten aus Yunnan
von: Dr. Andrea Janku, School of Oriental and Asien Studies, London

Ort: Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen, 1. Stock , Kleiner Saal


In dem Vortrag "Landschaftsansichten aus Yunnan" geht es um die Integration der Grenzprovinz Yunnan in das Kaiserreich der Qing (1644-1911) aus umweltgeschichtlicher Perspektive.

Die Provinz Yunnan in Chinas Südwesten, mit Grenzen zu Tibet im Norden, Myanmar im Westen, und Laos und Vietnam im Süden, ist heute ebenso bekannt für ihre ethnische Vielfalt und Biodiversitaet, wie für die Häufigkeit von Hangrutschen und Erdbeben und Kontroversen um den Bau von Dämmen in der als Weltkulturerbe gelisteten Region der Drei Parallelen Flüsse (Nu/Salween, Lancang/Mekong und Jinsha/Yangzi).

Trotz ihrer geographischen Marginalität ist die Provinz von zentralem Interesse und wird in letzter Zeit oft als ‚Pionier‘ für Chinas Politik der Schaffung einer ‚ökologischen Zivilisation‘ gefeiert.

Wenn auch einige der drängendsten Umweltprobleme Yunnans in erster Linie Konsequenzen der Industrialisierung und Politik des zwanzigsten Jahrhunderts sind, darf man doch für ein wahres Verständnis der Situation die massiven demographischen, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen insbesondere im 18./19. Jahrhundert nicht ignorieren.

Ausgehend von einer Studie berühmter Landschaftsansichten, den sogenannten ‚bajing‘ 八景 oder „acht Sehenswürdigkeiten“, einem Genre, das mit dem allmählichen Eindringen chinesischer Kultur vor allem seit dem 14. Jahrhundert in Yunnan Verbreitung fand, werden in diesem Vortrag die ökologischen Konsequenzen der zunehmenden Integration der Region in das chinesische Kaiserreich skizziert.

Zur Person
Andrea Janku studierte Sinologie und Soziologie in Heidelberg und chinesische Literatur in Shanghai. Sie ist Senior Lecturer für chinesische Geschichte an der SOAS University of London. Ihre Forschung beschäftigt sich mit Themen der Kultur- und Umweltgeschichte Chinas seit der späten Ming-Zeit.


Bild: Andrea Janku

Zum Thema “bajing” ( 八景 Eight Views/Acht Sehenswürdigkeiten) ist kürzlich erschienen: “Landscapes of Identity: Famous Views in Linfen, Then and Now” und “Landscapes of Production – Landscapes for Consumption: Famous Views in Linfen” (beide in International Journal of Public and Private Perspectives on Healthcare, Culture, and the Environment, vol.1, issue 2 (Jul-Dec 2017), pp.1-24, 25-40).
Gegenwärtig arbeitet sie an einem Buchmanuskript mit dem Titel "Integrating the Body Politic: Famine and the Chinese Nation".

参观信息 Hinweis

Ausstellungen in den Räumen des Konfuzius-Instituts, Ansgaritorstr. 1, können nach der Vernissage immer Mo.-Do. von 14:00 - 17:30 Uhr ohne Anmeldung besichtigt werden.
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