Konfuzius-Institut Bremen


夏令营 Sommercamp 2014
Bootsfahrt

Tag 9: Zu Besuch im Sommerpalast

Heute waren wir zuerst im Konfuzius-Institut-Center, wo man total coole Sachen machen konnte. Es gab eine kleine Ausstellung chinesischer Kunstwerke, gefolgt von einer Musikabteilung, in der man traditionelle chinesische Musikinstrumente hautnah erleben konnte. Mochte mich davon kaum trennen. Dem Erhu konnte ich allerdings keinen einzigen Ton entlocken.

Die nächste Abteilung enthielt chinesische Gewänder zum Verkleiden, sowie einen Fake-Terroristen-Bart. Es hat tierisch Spaß gemacht, in so uralten Operngewändern herumzutanzen und für Fotos zu posen. Mein Gewand war richtig mädchenhaft und rosa. Als ich mich dann aber zur Abwechslung an der „Verkleidungsmaschine“ als Mann fotografieren wollte, gefiel unserem Tour Guide das schon wieder nicht. Auch unser Lehrer, der selbst der weiblichste chinesische Mann ist, den ich je getroffen habe, fragt mich immer, warum ich kurze Haare habe, Rugby spiele und so „männlich“ bin. Ich habe das Gefühl, viele chinesische Männer kommen mit Nühanzis nicht zurecht. Ist wohl zu viel Konkurrenz.

Nach dem Konfuzius-Institut-Center besichtigen wir den Sommerpalast. Naja, zumindest tun das die Chinesen. WIR a b s o r b i e r e n ihn! So etwas Schönes und Perfektes haben wir noch nie gesehen. Tempel, Wälder und Seen in einer Harmonie, die es nur hier gibt; im Sommerpalast.

Es ist so schön, dass wir trotz Müdigkeit beschließen, noch länger zu bleiben als unser tighter schedule es vorsieht. Wir schließen uns Frau Reiseführerin Zhang an.
Das waldige Gebiet, durch das sie uns führt, ist wunderschön und friedlich und für einen kurzen Moment wünsche ich mir, meine Mama wäre da und könnte all die Schönheit sehen, die Fotoapparate nicht festhalten können. Meine Mama liebt Gärten.

Auf dem Weg werde ich von einem manipulierten Rasensprenger durchnässt. Meine Schuhe quietschen beim Laufen. Frau Zhang mietet für unsere Gruppe zwei Tretboote und ich bekomme eine Revanche.

Die Fahrt im Boot ist das schönste, was ich je gemacht habe. Nachdem ich als Steuermann abgelöst werde, hänge ich meine quietschenden Füße ins Wasser und genieße die Umgebung. Ich habe mich noch nie so friedlich und sorglos gefühlt. Ein paar Mal muss ich mich vergewissern, dass das alles wirklich da ist. Dieser ganze Trip wirkt auf mich wie ein langer, perfekter Traum.

Die friedliche Stimmung schlägt in ein militärisches Kampfgefecht um, nachdem ich auf Befehl meines Steuermanns dem Boot unserer zweiten Gruppe einen feuchten Gruß übermittle. Von nun an werden wir mit Raketengeschwindigkeit verfolgt, wann immer das gegnerische Boot unser Boot sichtet. Nun ist jeder Mann gefragt. Ich selbst werfe mich den tosenden Fluten entgegen und versuche, meinen Teil zur Flucht beizutragen. Doch wir kommen an einen Punkt, an dem es kein Entkommen mehr gibt. Wir laden die Wasserkanonen. Im Moment des Zusammenstoßes feuern wir mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Ein gegnerischer Matrose wird schwer getroffen. Unser Boot ist dem gegnerischen weit überlegen. Sie ziehen sich zurück.
Kapitän Zhang dokumentiert unseren Sieg. Wir atmen auf.


Verkleiderei im Konfuzius-Institut Haban





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