Konfuzius-Institut Bremen


夏令营 Sommercamp 2014
Die Teilnehmer des Sommercamps im Diabolomusuem

Tag 10: Im Diabolomuseum

Heute gibt es beim Mittagessen Sesam-“Kekse“, die nach Weihnachten schmecken. Ich traue meinen Geschmacksnerven kaum. Erst will ich aber etwas Vernünftiges essen. Als ich mir zum Nachtisch die Weihnachtskekse holen möchte, sind bis auf zwei kleine übriggebliebene alle weg. So ein Mist! Die beiden Zurückgelassenen machen nur noch mehr Lust auf mehr. Ich wüsste zu gern, was das war.

Nach dem Essen geht es in ein Diabolomuseum. Ich habe diese Dinger schon als Kind gehasst. Vielleicht, denke ich, sind die chinesischen Dinger ja besser. Doch trotz positiver Einstellung und Meistervorführung im Museum täuscht mich meine Erinnerung nicht. Erst will ich es gar nicht probieren und lasse die anderen machen. Dann packt mich aber doch der Ehrgeiz und ich will auch mal. Aber sobald ich die Essstäbchen mit Bändern in die Hände nehme, packen mich starke Aggressionen. Und so sieht meine Performance dann auch aus. Meine schlechte Laune verpufft in dem Moment, als meine Zimmerpartnerin sich an dem teuflischen Gerät versucht. Ich breche in schallendes Gelächter aus. So etwas habe ich auch noch nicht gesehen. Trotz hektischer Bewegungen und panischem, verkrampftem, ruckartigem Ziehen an den Stäbchen und Bändern rührt sich die Gummisanduhr in der Mitte keinen Millimeter. Doch meine Zimmerpartnerin lässt sich durch kein Gummigerät der Welt die Laune verderben.

Gerade waren wir bei den Japanern im Zimmer. Bis dahin kannte ich nicht einen von ihnen. Bin erstaunt, wie cool die kleinen Zwerge drauf sind. Und so unverklemmt! Ich habe mich noch nie mit jemandem, den ich noch keine drei Minuten kannte, so offen unterhalten. Liegt bestimmt an meiner fröhlichen, ebenfalls unverkrampften Zimmerpartnerin. Die hatte schon Gelegenheit, sich mit den Japanern anzufreunden. Hoffentlich unternehmen wir nochmal was gemeinsam.


Eine Teilnehmerin des Summer Camps versucht sich am Diabolo spielen





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