Song-Dynastie-Diancha – „Im Tee das Herz entdecken“
In diesem Workshop tauchen die Teilnehmenden in die faszinierende Welt des chinesischen Diancha (点茶) ein – einer jahrhundertealten Teekunst aus der Song-Dynastie (10.–13. Jahrhundert), die als Ursprung der späteren japanischen Matcha-Kultur gilt.
Gemeinsam entdecken wir die Geschichte, Ästhetik und spirituelle Dimension dieser besonderen Teezubereitung: vom Aufschlagen des Tees mit dem Bambusbesen über die Bedeutung des Schaums bis hin zur Verbindung von Tee, Kunst und Meditation im literatischen Leben der Song-Zeit.
Neben einem visuellen Vortrag erleben die Teilnehmenden eine kleine praktische Diancha-Zeremonie und erhalten Einblicke in Themen wie:
die Entwicklung der chinesischen Teekultur,
die Beziehung zwischen Diancha und Matcha,
die Ästhetik der Jian-Schalen,
sowie Cha-Baixi – die poetische Kunst des Malens auf Tee.
Der Workshop verbindet historische Kulturvermittlung mit einer ruhigen, achtsamen Erfahrung und lädt dazu ein, Tee nicht nur als Getränk, sondern als Ausdruck von Schönheit, Konzentration und innerer Ruhe zu erleben.
Xiaochan Wang ist Guqin-Musikerin, Performerin und Kulturvermittlerin mit Schwerpunkt auf traditionellen chinesischen Künsten. Ihre Arbeit verbindet Musik, Teeästhetik, Kunqu-Oper und literarische Kulturtraditionen Ostasiens.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit mit der chinesischen Qin-Zither (Guqin) beschäftigt sie sich intensiv mit der Teeästhetik der Song-Dynastie, insbesondere mit Diancha und den kulturellen Verbindungen zwischen China und Japan. In ihren Workshops und Performances verbindet sie historische Forschung mit sinnlicher Erfahrung und zeitgenössischer kultureller Vermittlung.
In Berlin gründete sie das Studio „Xiaolai Qin Studio“ (晓来琴室), in dem sie Konzerte, Unterricht, kulturelle Workshops sowie interkulturelle Kunst- und Bildungsprojekte organisiert. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Musik, Tee, Performance und ostasiatischer Ästhetik und möchte traditionelle chinesische Kulturformen einem europäischen Publikum auf zeitgenössische Weise näherbringen.
Darüber hinaus wirkt sie im Bereich der Kunqu-Oper und entwickelt Formate, die traditionelle chinesische Kunstformen mit heutigen kulturellen Kontexten verbinden.
Informationen zu diesem Workshop:
Datum:19. November (Do.), von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
Ort:Konfuzius-Institut Bremen, Hillmannplatz 6. 28195 Bremen.
Gewünschte Teilnehmerzahl: 5 - 8 Personen
Materialien: im Workshop erhältlich
Kosten: 5 Euro pro Person